imago images / ZUMA Press

Kanzlerin Merkel gegen eigenen Kurden-Staat

20.6.2019 12:29 Uhr

Große Autonomie ja, einen eigenen Kurdenstaat nein. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich in Goslar gegen einen eigenen Staat auf irakischem Gebiet aus.

"Ich bin für die territoriale Einheit des Irak", sagte Merkel am Mittwoch bei einem Besuch im niedersächsischen Goslar. "Ich glaube nicht, dass es dem Frieden in der Region diente, wenn es einen eigenen Kurdenstaat gäbe", fügte die Regierungschefin hinzu. Sie plädierte für eine möglichst große Autonomie der Kurden. "Die Kurden müssen faire Bedingungen bekommen im Irak."

Im September 2017 hatten sich nordirakische Kurden in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit für die Unabhängigkeit vom Rest des Landes ausgesprochen. Die irakische Regierung in Bagdad lehnt einen Kurdenstaat auf ihrem Territorium ebenso ab wie die Türkei. Die kurdische PKK,die von der Türkei, Deutschland und Europa als Terrororganisation angesehen wird, hat Rückzugsgebiete im Irak.

Merkel äußerte sich während einer Diskussion mit Schülern im Rahmen eines Goslar-Besuchs, den der frühere Außenminister und SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel in seiner Heimatstadt arrangiert hatte.

(be/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.