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Kanzler Kurz will Entlassung von Innenminister Kickl

20.5.2019 19:11 Uhr

Die Videoaffäre um die FPÖ zieht immer weitere Kreise. Bundeskanzler Sebastian Kurz von der ÖVP wird dem Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen vorschlagen, Innenminister Herbert Kickl von der FPÖ zu entlassen.

Im Zuge der österreichischen Videoaffäre hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die Entlassung von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) vorgeschlagen. Er wolle dies dem Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen vorschlagen, sagte Kurz am Montagabend vor Journalisten. Er sprach von der Notwendigkeit, die Handlungsfähigkeit der Regierung erhalten zu müssen. Bis zur Wahl sollten "möglichst geregelte Verhältnisse" herrschen, sagte Kurz. Er schlug vor, Kabinettsposten zunächst an Experten oder Spitzenbeamte zu übertragen.

Die Nachrichtenagentur APA hatte zuvor unter Berufung auf FPÖ-Kreise berichtet, die Partei könne ein Misstrauensvotum gegen Kurz unterstützen, sollte die ÖVP auf den Abzug von Kickl beharren. Die rechts-konservative Koalition steht wegen der Affäre vor dem Aus. Im September soll ein neues Parlament gewählt werden.

(ce/Reuters)