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Kampf gegen Cholera in Mosambik

3.4.2019 23:22 Uhr

Um die Ausbreitung der Durchfallerkrankung Cholera einzudämmen haben Helfer nach dem verheerenden Zyklon Idai eine großangelegte Impfkampagne gestartet. In der Provinz Sofala sollen in Kürze bis zu 900.000 Menschen geimpft werden, erklärte das Gesundheitsministerium am Mittwoch.

Bislang gibt es demnach bereits mehr als 1700 Cholera-Erkrankungen, rund 1400 davon in der besonders von den Folgen des Sturms betroffenen Stadt Beira.

Schreckliche Bedingungen nach Idai

"Hunderttausende leben unter schrecklichen Bedingungen in temporären Unterkünften ohne sauberes Trinkwasser und Hygiene, weswegen Cholera und andere Krankheiten eine ernsthafte Gefahr darstellen", erklärte der Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die orale Cholera-Impfung werde viele Leben retten und eine Ausbreitung der Krankheit verhindern.

Die schwere Durchfallerkrankung breitet sich aus, nachdem der Zyklon "Idai" vor gut zwei Wochen Teile des Landes verwüstet und mit schweren Regenfällen weite Landstriche unter Wasser gesetzt hatte. Cholera wird von dem Bakterium Vibrio cholerae verursacht, die Infektion erfolgt meist über verunreinigtes Trinkwasser. Unbehandelt kann die Erkrankung tödlich enden.

(an/dpa)