epa/Nic Bothma

Kamerun: 30 Menschen entführt

16.1.2019 16:48 Uhr

Mehr als 30 Menschen sind im Südwesten Kameruns entführt worden. Diese Region des Landes gilt als politisch instabil und unruhig.

Sie seien am Dienstag in Transportfahrzeugen auf einer Straße zwischen den Städten Buea und Kumba unterwegs gewesen, als sie von bewaffneten Angreifern überfallen worden seien, teilten eine Quelle aus dem Umfeld der örtlichen Behörden und eine Nichtregierungsorganisation am Mittwoch mit. Sie machten örtliche Unabhängigkeitskämpfer für die Entführung verantwortlich.

Rebellen kämpfen für Unabhängigkeit

Die Rebellen kämpfen für die Unabhängigkeit des englischsprachigen Teils Kameruns vom mehrheitlich französischsprachigen Rest des Landes. Immer wieder entführen die Rebellen unter anderem Behördenvertreter, Soldaten und Polizisten. Damit wollen sie den Druck auf die Regierung des Landes erhöhen und Lösegeld zur Finanzierung ihres Kampfs erpressen. Im November hatten sie insgesamt 90 Schüler im Nordwesten des Landes verschleppt.

(an/dpa)