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Kalifornischer Gouverneur will Moratorium für Hinrichtungen verhängen

13.3.2019 8:00 Uhr

Die Todesstrafe wurde im US-Bundesstaat Kalifornien bereits seit 2006 nicht mehr vollstreckt. Obwohl wieder die Debatte um die Hinrichtungen in Kalifornien hochflammen, bleibt der Gouverneur Gavin Newsom standhaft und will ein Moratorium für Hinrichtungen verhängen.

Die Todesstrafe widerspreche den Werten Kaliforniens, heißt es in für Mittwoch geplanten Äußerungen des demokratischen Gouverneurs, die vorab veröffentlicht wurden. Das Töten eines Menschen sei "falsch". Nach Angaben von Newsoms Büro soll eine Hinrichtungszelle im Gefängnis von San Quentin geschlossen werden.

Zuletzt war 2006 in Kalifornien ein Todesurteil vollstreckt worden. Seit Wiedereinführung der Todesstrafe in den 1970er Jahren wurden in dem Bundesstaat 13 Häftlinge hingerichtet.

Mehr Häftlinge im Todestrakt als in allen anderen Bundesstaaten

In den Todestrakten Kaliforniens befinden sich derzeit 737 Häftlinge. Das sind mehr als in jeden anderem Bundesstaat und entspricht rund einem Viertel der zum Tode verurteilten Häftlinge in den USA. Newsoms Ankündigung bedeutet aber nicht, dass Häftlinge freikommen.

Der Demokrat hatte das Gouverneursamt im Januar angetreten. Er ist seit Langem ein Gegner der Todesstrafe.

(sis/afp)