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Kahn weiß, wie sich Rassismus im Stadion anfühlt

10.3.2020 15:29 Uhr

Bayern Münchens Vorstandsmitglied Oliver Kahn fordert rigide Maßnahmen bei rassistischen Beleidigungen im Stadion. Man müsse "konsequent gegen Leute vorgehen, die diese großartige Atmosphäre und Stimmung stören", sagte der 50-Jährige im Podcast kicker meets DAZN.

"Irgendwann wird das schwer zu ertragen. Deswegen kann ich mich auch sehr gut hineinversetzen, was es bedeutet, rassistisch angegangen zu werden. Wie man sich da fühlt. Was für eine Art der Ausgrenzung und Erniedrigung das für einen Menschen bedeutet", führte Kahn aus.

"Wir wollen keine sterile Atmosphäre"

Allerdings merkte der frühere Weltklassetorhüter an: "Die Fans und die Stimmung im Stadion sind ein absoluter Wert und etwas Großartiges. Das differenziert uns von vielen anderen Sportarten und gilt es zu bewahren. Wir wollen keine sterile Atmosphäre in den Stadien."

Kahn, der selbst immer wieder aus gegnerischen Fankurven mit Affenlauten verunglimpft und oft mit Bananen beworfen wurde, erinnerte sich an seine aktive Zeit zurück: "Für mich war das auch nicht immer lustig, jahrelang ins Tor zu gehen und erstmal den ganzen Gemischtwarenladen an Früchten und was da sonst so im Fünfmeterraum lag, wegzuräumen.

(bl/afp)

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