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Kahn und FC Bayern: Es wird ernster

2.3.2019 14:30 Uhr

Wenn der FC Bayern München ruft, dann kommen die Ex-Spieler auch in der Regel. Da macht dann der ehemalige Top-Keeper des FC Bayern, Oliver Kahn, keine Ausnahme. Man hat ihn wohl als Nachfolger für den Posten von Karl-Heinz Rummenigge ausgemacht und auch Kahn kann sich das gut vorstellen.

Die Rückkehr des einstigen Torwart-"Titans" Oliver Kahn zum deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München wird konkreter. "Natürlich überlege ich mir das im Moment und kann mir das auch durchaus vorstellen", sagte Kahn der Passauer Neuen Presse am Rande eines Besuchs bei einem Bauunternehmen über die Pläne der Münchner, ihn als Nachfolger von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge aufzubauen.

Präsident Uli Hoeneß (67) hatte zuletzt Gespräche mit Kahn über das Rummenigge-Erbe bestätigt und den 49-Jährigen als "Wunschkandidaten" bezeichnet. Rummenigges Vertrag als Vorstandsvorsitzender läuft Ende 2021 aus. Kahn soll aber schon früher im Vorstand des FC Bayern einsteigen und dort von Rummenigge (63) in einer Art Probezeit eingearbeitet werden.

Kahn seit elf Jahren nicht mehr beim FC Bayern

Dies sei seine Idee gewesen, sagte Kahn nun. Der 86-malige Nationalspieler sprach von einer "Form des Übergangs, die ich mir sehr, sehr gut vorstellen kann und die auch übrigens von mir angeregt war, weil ich glaube, dass ich mich immer sehr gut einschätzen kann und konnte". Er glaube angesichts der Größe des Unternehmens FC Bayern mit mehreren Hundert Millionen Euro Umsatz nicht, dass er einfach sagen könne: "So, wo ist jetzt mein Schreibtisch und jetzt geht's los." Daher sei es "die beste Lösung, so etwas Stück für Stück aufzubauen".

Man dürfe aber nicht vergessen, betonte Kahn, "ich bin seit zehn, elf Jahren nicht mehr dabei und habe mir in diesen Jahren vieles aufgebaut, das eine oder andere Unternehmen gegründet, habe Verantwortung für Mitarbeiter und kann nicht Knall auf Fall sagen, ich mache damit Schluss und werfe alles weg und stehe da jetzt zur Verfügung". Er habe sich "ganz bewusst nicht" auf den Schritt zurück in den Fußball vorbereitet, bei seinen unternehmerischen Tätigkeiten aber "die Fähigkeit entwickelt, auch einmal so einen Job übernehmen zu können", meinte Kahn: "Für mich ist dieser Switch im Kopf nicht mehr so besonders groß, außer, dass es dann natürlich um ganz, ganz andere Dinge geht."

(ce/afp)

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