epa/Hayoung Jeon

Kaeser weitet Vorstands-Angebot bei Siemens nicht aus

12.1.2020 22:58 Uhr

Joe Kaeser, der Vorstandschef von Siemens, will keinem Experten den Posten in einem Aufsichtsgremium geben, den er zuvor der Klimaaktivistin Luisa Neubauer angeboten hatte. Der Vorschlag Neubauers, diesen Sitz an einen Experten abzutreten, sei "gut gemeint", teilte Kaeser am Sonntag in München mit. "Aber Experten und Wissenschaftler haben wir schon genug."

"Die Lösung unserer Umweltprobleme braucht Führungspersönlichkeiten, die zusammen zielkonfliktäre Systeme verstehen und auflösen", fügte er hinzu. So habe es beim Klimagipfel in Madrid genügend Experten gegeben, "aber viel zu wenig von diesem Leadership. Das Ergebnis spricht für sich selbst".

Neubauer hatte Posten im Aufsichtsrat abgelehnt

Neubauer hatte zuvor den von Kaeser angebotenen Sitz im Aufsichtsrat des künftigen Unternehmens Siemens Energy abgelehnt und den Vorschlag gemacht, "das Angebot an einen Vertreter oder Vertreterin der Scientists for Future weiterzugeben". Hintergrund des Dialogs zwischen Kaeser und Neubauer ist die Lieferung einer Zugsignalanlage für ein umstrittenes Kohlebergwerk in Australien, über die Siemens am Montag entscheiden will.

(an/dpa)

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