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Kadetten aus West Point zeigen live im TV rassistische Handzeichen

16.12.2019 22:41 Uhr

Beim traditionellen Football Spiel zwischen Heer und Marine an der Militärakademie West Point, die seit mehr als 217 Jahren existiert, kam es zu rassistischen Zwischenfällen. Mindestens drei der Kadetten zeigte ein rassistische Handzeichen - Daumen und Zeigefinger bilden wie beim Okay-Zeichen einen Kreis und es wird nach unten gezeigt - und das Ganze während der Live-Übertragung im TV. Die Akademie hat angekündigt, eine Untersuchung einzuleiten.

Kadetten der US-Militärakademie West Point haben bei einem landesweit übertragenen American-Football-Spiel ein Handzeichen der rassistischen White-Power-Bewegung gemacht. Die berühmte Militärakademie kündigte deswegen am Montag eine Untersuchung gegen die Offiziersanwärter an. Die Akademie habe zum Ziel, charakterstarke Anführer auszubilden, welche die Werte der Armee verkörperten, hieß es in einer Mitteilung.

Präsident Trump war beim Vorfall anwesend

Der Vorfall bei einem American-Football-Spiel zwischen Sportlern von Heer und Marine, dem auch US-Präsident Donald Trump beiwohnte, hatte am Wochenende in den USA für Aufsehen gesorgt: Mindestens zwei West-Point-Kadetten und ein Seeoffiziersanwärter zeigten mit ihren Händen ein nach unten gerichtetes Okay-Zeichen, wie es inzwischen von rassistischen Gruppen verwendet wird. Sie waren dabei gut zu sehen, weil sie während der Live-Übertragung hinter einem Kommentatoren des Sportsenders ESPN standen. Auch die Marineakademie von Annapolis kündigte eine Untersuchung an.

Rassistische Gruppen haben sich in den vergangenen Jahren das Okay-Handzeichen angeeignet, bei dem Daumen und Zeigefinger einen Kreis bilden und die drei anderen Finger nach oben zeigen. Sie verwenden es meist nach unten gerichtet und in Hüfthöhe. Inzwischen wird es auch von Anhängern von Präsident Trump gezeigt - unter anderem, um Anhänger der oppositionellen Demokraten zu provozieren. Der rassistische Angreifer von Christchurch, der im März bei Anschlägen auf zwei Moscheen 51 Menschen getötet hatte, zeigte es bei seinem ersten Erscheinen vor Gericht.

(ce/afp)

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