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Kaderschmiede in Italien vor dem Aus

31.5.2019 23:22 Uhr

Unweit von Rom wollte der ehemalige Chef-Stratege Donald Trumps, Steve Bannon in einem alten Kloster eine Akademie für Rechtspopulisten gründen. Diese Pläne stehen nun vor dem Aus.

Wegen der "Verletzung verschiedener vertraglicher Pflichten" sei ein Verfahren zum Widerruf der Vermietung an eine von Bannon finanzierte Einrichtung auf den Weg gebracht worden, erklärte das italienische Kulturministerium am Freitag.

"Gladiatorenschule für Kulturkämpfe"

Das ultra-konservative katholische Dignitas Humanae Institute (DHI) hatte im vergangenen Jahr die Verwaltung des Klosters Trisulti aus dem 13. Jahrhundert in Folge einer Ausschreibung übernommen. Eine sogenannte Akademie für den jüdisch-christlichen Westen könnte nach früheren Angaben im Sommer in Rom eröffnen und sollte 2020 nach Trisulti umziehen. Von "Gladiatorenschule für Kulturkämpfer" war die Rede - nach dem Willen der Initiatoren soll die Akademie im Idealfall die nächste Generation von Anti-Establishment-Politikern heranziehen.

DHI-Leiter Benjamin Harnwell kommentierte die Ankündigung des Kulturministeriums zunächst nicht. Das Ministerium wiederum führte nicht aus, um welche Vertragsverletzungen es ging. Gegner des Projekts werfen dem DHI seit längerem vor, in der Bewerbung um das Kloster nicht erklärt zu haben, daraus eine politische Akademie machen zu wollen. Zudem gab es Berichte über ein gefälschtes Bankdokument, das als Teil der Bewerbung eingereicht worden sein soll.

(an/dpa)