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Juul stoppt Verkauf einiger aromatisierter Produkte

18.10.2019 12:14 Uhr

In den letzten Monaten kam es in den USA zu 33 Todesfällen im Zusammenhang mit E-Zigaretten. Der Hersteller Juul hat nun reagiert und den Verkauf bestimmter Produkte gestoppt.

Einige Geschmacksrichtungen wie Mango und Gurke würden vorerst nicht mehr angeboten, teilte am Donnerstag der Hersteller mit, der wegen Dutzender Todesfälle im Zusammenhang mit E-Zigarettenkonsum unter Druck steht. Die Branche müsse "das Vertrauen der Gesellschaft" gewinnen, hieß es weiter. Solange die US-Behörden an neuen Vorschriften für E-Zigaretten arbeiteten, würden die Geschmäcker Mango, Frucht, Gurke und Sahne vom Markt genommen, teilte Juul mit. Weiter verkauft werden sollen aber die Geschmacksrichtungen Tabak, Minze und Menthol. Der US-Hersteller sieht in der Maßnahme offenbar eine vertrauensbildende Maßnahme. Juul wolle das "Vertrauen der Gesellschaft" gewinnen und dazu mit Behörden und Politik zusammenarbeiten, damit Minderjährige nicht zur E-Zigarette greifen, erklärte Firmenchef C.K. Crosthwaite. Dieser hatte Ende September den Chefposten übernommen.

Jegliche Werbung für Juul gestoppt

Zusätzlich kündigte Juul damals an, jegliche Werbung für seine Produkte zu stoppen. Für Deutschland und andere europäische Länder galt die Entscheidung allerdings nicht. Elektrische Zigaretten, bei denen nikotinhaltige Flüssigkeit verdampft wird, haben in den vergangenen Jahren weltweit enorm an Beliebtheit gewonnen. Zuletzt wurde jedoch in den USA eine Reihe von Lungenerkrankungen und Todesfällen mit dem Rauchen von E-Zigaretten in Verbindung gebracht.Die US-Behörden sprechen inzwischen von mindestens 33 Todesfällen in 24 Bundesstaaten. Bis zum 15. Oktober brachten sie insgesamt 1479 Fälle von Lungenerkrankungen mit dem Konsum von E-Zigaretten in Zusammenhang. Die genauen Hintergründe sind unklar. Ein Großteil der Betroffenen hatte mit den E-Zigaretten den Cannabis-Wirkstoff THC konsumiert.

(be/afp)

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