epa/Yonhab

Justizminister Cho Kuk zurückgetreten

14.10.2019 18:16 Uhr

Trotz massiver Proteste wurde Cho Kuk vor einem Monat zum Justizminister Südkoreas ernannt. Nun ist der zurückgetreten. Die Opposition warf Cho moralisches Fehlverhalten vor, gegen seine Familie wird derzeit unter anderem wegen des Verdachts zwielichtiger Finanzgeschäfte ermittelt. Der 54 Jahre alte Cho erklärte am Montag, er trete zurück, um keine politische Last für Präsident Moon Jae In zu sein.

In den vergangenen Wochen hatte es in Seoul zahlreiche Demonstrationen für und gegen Cho mit Zehntausenden von Teilnehmern gegeben. Er galt als Architekt für Moons Reformpläne. Die Konservativen hielten Cho jedoch nicht für amtstauglich. Moon hatte ihn im September gegen den starken Widerstand der Opposition zum Minister ernannt. Die Zustimmung für Moon bei der Bevölkerung ist laut Umfragen wegen der Kontroverse um Cho spürbar zurückgegangen.

Verdacht der Aktienmanipulation

Seine Familie soll in eine Beteiligungsgesellschaft investiert haben, die im Verdacht der Aktienpreismanipulationen und illegaler Transaktionen steht. Cho hatte während einer Befragung im Parlament gesagt, von der Gesellschaft nichts gewusst zu haben. Chos Frau, einer Universitätsdozentin, wird vorgeworfen, Dokumente gefälscht zu haben, um ihrer Tochter den Zugang zu einer Medizin-Hochschule zu ermöglichen.

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