DHA

​US-Konsulatsmitarbeiter bleibt in Haft

29.3.2019 12:33 Uhr

Metin Topuz, ein türkischer Angestellter im US-Konsulat in Istanbul, der wegen Spionage und dem Versuch, die türkische Regierung zu stürzen, angeklagt ist, wird während seines Gerichtsverfahrens in Haft bleiben, so das Urteil eines türkischen Gerichts am 28. März.

Dem Übersetzer der US-amerikanischen Drogenbehörde (Drug Enforcement Agency, kurz DEA) wurden Verbindungen zu Mitgliedern rund um Fetullah Gülen vorgeworfen, von denen angenommen wird, dass sie im Juli 2016 einen gescheiterten Militärputsch organisiert haben. Der 14. Grpße Strafgerichtshof in Istanbul hat angeordnet, dass Topuz bis zur nächsten Anhörung am 15. Mai in Haft bleiben soll.

Es droht lebenslängliche Haft

Während der Anhörung am 28. März negierte der Anwalt von Topuz, Selman Alibas, alle Vorwürfe gegen seinen Mandanten und forderte dessen unverzügliche Freilassung aus dem Gefängnis. Topuz wurde am 4. Oktober 2017 verhaftet. Topuz plädierte während der Anhörung am 26. März auf nicht schuldig und sagte unter Tränen: "Ich habe absolut keine Verbrechen begangen, die mir vorgeworfen wurden. Ich habe mein Volk und meine Nation nicht durch Spionage verraten. Ich bin keine abscheuliche Person."

Er sagte ferner, es sei nicht an ihm als einfachem Arbeitnehmer zu entscheiden, mit wem er durch seine Arbeit im Konsulat in Kontakt treten könne. Zudem habe er keine Verbindung zu der Korruptionsermittlung von 2013, die hochrangige Regierungsbeamte mit einbezieht. Bei einer Verurteilung droht Topuz eine lebenslängliche Freiheitsstrafe. US-Geschäftsträger Jeffrey Hovenier und Generalkonsulin Jennifer Davis beobachteten die Verhandlung am 26. März.

Im Januar entließ ein türkisches Gericht einen anderen Angestellten des US-Konsulats in der südlichen Provinz Adana, der zu viereinhalb Jahren Haft wegen einer Anklage wegen Terrorismusunterstützung verurteilt wurde, da er die Mindestverbüßungsdauer abgeleistet hatte.

(Hürriyet Daily News)