dpa

Junge im Schrank soll mindestens zwei Jahre bei Mann gelebt haben

23.12.2019 19:00 Uhr

Die Ermittler gehen im Fall des in einem Schrank entdeckten Jugendlichen davon aus, dass sich der Junge mindestens die vergangenen zwei Jahre in der Wohnung des verdächtigen 44-Jährigen aufgehalten hat. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Bochum mit. «Und den Rest müssen wir jetzt in Ruhe nachgucken», sagte Oberstaatsanwalt Christian Kuhnert am Montag.

Der zuvor seit gut zweieinhalb Jahren vermisste Jugendliche war am Freitag bei einer polizeilichen Durchsuchung zufällig in der Wohnung eines Kinderpornografie-Verdächtigen in Recklinghausen entdeckt worden. Der 15-Jährige befand sich in einem Schrank. Ermittler des Fachkommissariats für Sexualdelikte hatten die Wohnung des 44-Jährigen auf der Suche nach Abbildungen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs unter die Lupe genommen. Anlass war der Verdacht der Verbreitung kinderpornografischer Schriften. Gegen den 44-Jährigen erging noch am Freitag ein Haftbefehl «wegen einer schwerwiegenden Sexualstraftat». Die Behörden machten bislang keine Angaben dazu, ob der 15-Jährige Opfer dieser Straftat gewesen sein soll.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der verhaftete 44-Jährige wegen des Besitzes von Kinderpornografie bereits früher in Erscheinung getreten. Im März 2018 habe er deshalb eine zehnmonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung erhalten, sagte Kuhnert weiter.

(gi/dpa)

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