dpa

Jubel und Freude in ganz Äthiopien

11.10.2019 18:36 Uhr

In Äthiopien wurde die Vergabe des Friedensnobelpreises an Ministerpräsident Abiy Ahmed mit Jubel aufgenommen. "Das ist eine wohlverdiente Anerkennung für den Ministerpräsidenten", erklärte der prominente Aktivist Jawar Mohamed der Deutschen Presse-Agentur. Der Bürgermeister der Hauptstadt Addis Abeba, Takele Uma, nannte den Preis eine Anerkennung für "Frieden, Versöhnung und harte Arbeit".

Selbst von Abiys Kritikern gab es Respekt und Anerkennung. "Trotz unserer großen politischen Differenzen gratuliere ich Ministerpräsident Abiy Ahmed", gab sein politischer Gegner Desta Haileselassie in den sozialen Medien bekannt. "Er ließ alle Journalisten frei, er besetzte sein Kabinett zur Hälfte mit Frauen und ernannte eine großartige Frau als Präsidentin, er schloss Frieden mit Eritrea", schrieb der in Äthiopien geborene Poet Lemn Sisay und ergänzte: "Er ist Äthiopiens Ministerpräsident und hat heute den Friedensnobelpreis erhalten - ich bin baff."

Einsatz für Frieden und Völkerverständigung

Wie Sisay ging es auf dem Kontinent offenbar vielen. Offizielle Reaktionen aus den einzelnen Ländern trafen erst mit einiger Verzögerung ein.

Abiy Ahmed erhielt den Preis für seinen Einsatz für Frieden und internationale Zusammenarbeit und vor allem für seine Initiative zur Lösung des Grenzkonflikts mit dem äthiopischen Nachbarland Eritrea. Der Friedensnobelpreis gilt als renommierteste politische Auszeichnung der Welt.

(an/dpa)

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