Imago/Agencia EFE

Juan Guaido: erste Hilfslieferungen in Venezuela wurden übergeben

12.2.2019 13:14 Uhr

Hoffnung für Venezuelas hungernde Bevölkerung: Juan Guaido, selbsternannter Interimspräsident, hat auf Twitter ein Video gepostet, welches ihn zwischen Pappkartons und Dosen mit Hilfslieferungen zeigt.

Er hielt außerdem Päckchen mit der Aufschrift "Mikronährstoffe in Pulverform" in die Kamera. Die ersten 1,7 Millionen Portionen seien für schwangere Frauen und unterernährte Kinder bestimmt, schrieb Guaido. Wie er an die Lieferungen kam, sagte er nicht. Für Dienstag kündigte er weitere Demonstrationen an.

(Screenshot: Twitter/@jguaido)

Machtkampf zwischen Maduro und Guaido

Der Streit um die Hilfslieferungen ist die jüngste Runde im Machtkampf zwischen Guaido und Staatschef Nicolas Maduro. Parlamentspräsident Guaido hatte sich am 23. Januar zum Interimspräsidenten erklärt. Er hatte dies damit begründet, dass Maduros Wiederwahl im vorigen Jahr illegitim gewesen sei und dieser daher seine zweite Amtszeit im Januar nicht hätte antreten dürfen.

Maduro blockiert Hilfslieferungen

Hilfslieferungen waren zuletzt in der kolumbianischen Grenzstadt Cucuta gestoppt worden. Maduro ließ zehn Lastwagen mit etwa 100 Tonnen Hilfsgütern nicht passieren. Der sozialistische Staatschef bezeichnet die Lieferungen als politische "Show" und behauptet, dass sie lediglich ein Vorwand für eine militärische Intervention seien. Guaido schrieb, die Venezolaner würden am Dienstag wieder auf die Straße gehen, damit die Hilfsgüter ins Land gelassen würden.

(be/dpa)