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Juan Guaido auf Rundreise durch Venezuela

17.3.2019 7:04 Uhr

Es hat etwas von Wahlkampf, wenn Juan Guaido seine Unterstützer begrüßt. Jetzt hat der Interimspräsident seine Rundreise durchs Land begonnen - enden soll sie in Caracas.

In der Stadt Valencia rief Guaido am Samstag vor tausenden Anhängern dazu auf, die Regierung des linksnationalistischen Präsidenten Nicolas Maduro zu stürzen. "Nur die Unterstützung des Volkes macht jemanden zum Präsidenten, und Maduro hat sie nicht", sagte Guaido. "Wir werden zurückverlangen, was dem Volk gehört." Begleitet wurde Guaido von mehreren Parlamentsabgeordneten der Opposition. Mit seiner Rundreise will Guaidó seine Anhänger mobilisieren, um im festgefahrenen Machtkampf mit Maduro eine Entscheidung zu seinen Gunsten zu erzwingen. Am Schluss der Reise will er mit Anhängern zu Maduros Präsidentenpalast in Caracas marschieren. Einen Termin dafür nannte er bislang aber nicht.

Erbitterter Machtkampf

In Venezuela herrscht ein erbitterter Machtkampf zwischen Maduro und dem oppositionellen Parlamentspräsidenten Guaidó. Dieser wird inzwischen von rund 50 Staaten als Übergangspräsident anerkannt, unter anderem von den USA, einer Reihe lateinamerikanischer Länder, Deutschland und weiteren EU-Staaten. Maduro hält aber an seinem Amt fest. Dabei stützt er sich auf die Loyalität der Streitkräfte.

(be/afp)