Facebook

Journalist Barroso in Mexiko an US-Grenze erschossen

17.3.2019 0:23 Uhr

Unbekannte haben in der Nacht von Freitag auf Samstag in San Luis Río Colorado, Mexiko nahe der US-Grenze den Journalisten Santiago Barroso in seinem Haus erschossen. Barroso ist mindestens der dritte Journalist, der im Jahr 2019 in Mexiko getötet wurde.

Ein mexikanischer Journalist ist in einer Stadt an der Grenze zu den USA erschossen worden. Santiago Barroso sei in seinem Haus in San Luis Río Colorado im nördlichen Bundesstaat Sonora mit drei Schüssen getötet worden, teilte die Journalisten-Vereinigung Sonoras am Samstag auf Twitter mit. Der 47-Jährige habe am Freitagabend seine Haustür geöffnet und sei dann von einem oder mehreren Bewaffneten angegriffen worden, erklärte die Vereinigung. Barroso sei noch in ein Krankenhaus gebracht worden, dort starb er aber an seinen Verletzungen. Er hatte für verschiedene Medien in der Grenzregion gearbeitet.

Mexiko gilt als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten

Die mexikanische Menschenrechtskommission CNDH verurteilte die Attacke auf Barroso und forderte zusätzlichen Schutz für seine Familienangehörigen. Zudem müsse dringend ein Mechanismus geschaffen werden, um Morde an Medienschaffenden zu verhindern, schrieb die Organisation auf Twitter.

Anfang Februar war im Bundesstaat Tabasco der Journalist Jesús Ramos Rodríguez erschossen worden, als er in der Gemeinde Emiliano Zapata in einem Restaurant frühstückte. Barroso ist nun mindestens der dritte getötete Journalist in diesem Jahr in dem lateinamerikanischen Land. Im vergangenen Jahr wurden in Mexiko mindestens elf Medienschaffende getötet. Mexiko gilt als eines der gefährlichsten Länder der Welt für die Ausübung des Berufs. Laut CNDH sind seit dem Jahr 2000 insgesamt 145 Medienschaffende in Mexiko getötet worden.

(ce/dpa)