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Joss Stone gibt "inoffiziellen Gig" in Nordkorea

15.3.2019 15:40 Uhr

Die britische Sängerin und Songschreiberin Joss Stone spielte im Rahmen ihres ehrgeizigen Projekts, in jedem Land der Erde aufzutreten, bei einem "inoffiziellen Gig" in der Hauptstadt des nuklearbewaffneten Nordkoreas.

Stone, der seit dem Start der Total World Tour vor fünf Jahren in mehr als 175 Ländern aufgetreten ist, sang am 13. März vor einer kleinen Gruppe von Touristen und Führern in einer Bar in Pjöngjang.

Die 31-jährige Künstlerin, der erst kürzlich in Syrien, Pakistan und im Irak gesungen hat, kündigte die Reise auf Instagram an, bevor sie in ein Flugzeug Richtung Nordkorea stieg.


Screenshot: Instagram/Jossstone

"Es ist ein schöner Tag, um nach Nordkorea zu reisen", sagte sie in einer Videobotschaft, die auf dem Beijing Capital International Airport aufgenommen wurde. "Wir werden sehr bald in ein Flugzeug steigen, um nach Pjöngjang zu fahren ...? Jedenfalls ein Ort in Nordkorea. Es wird Spaß machen", fügte sie hinzu.

Stone sagte, sie übte das traditionelle koreanische Volkslied „Arirang“ ein, welches im Norden und im Süden Koreas zum Weltkulturerbe gehöre, um es vor ihrem Publikum in Pjöngjang zu präsentieren.

Mini-Konzert - ein größeres in Zukunft?

Der Besuch wurde von Simon Cockerell organisiert, der Koryo Tours betreibt, das sich auf Reisen in das abgelegene Land spezialisiert hat. Cockerell beschrieb die Vorstellung als "inoffiziellen Gig" und veröffentlichte Fotos von der singenden Stone für rund 40 Touristen und Guides in einer Bar, die er als Yanggakdo-Kinokomplex identifizierte.

"Lass es uns das noch einmal in naher Zukunft mit einer kompletten Band und tausenden lokalen Fans tun!" Schrieb er auf seinem Instagram mit einem Bild von Stone, die aus der nordkoreanischen Hauptstadt abreiste.

Es ist selten, dass Nordkorea ausländischen Musikern erlaubt, für normale Bürger aufzutreten, obwohl letztes Jahr eine Handvoll südkoreanischer Popkünstler nach Pjöngjang eingeladen wurde, inmitten einer Annäherung auf der koreanischen Halbinsel.

(be/Hürriyet Daily News)