epa/Hayoung Jeon

Josef Schuster sieht mehr antisemitische Botschaften als früher

26.1.2020 14:46 Uhr

Nach Angaben des Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, haben die antisemitischen Botschaften zugenommen. "Dabei spielen auch die sozialen Netzwerke eine große Rolle", sagte er dem "Tagesspiegel".

"Anders als früher schreiben die Leute jetzt vermehrt mit Klarnamen." Doch es gebe auch eine andere Seite der Medaille: Nach dem Attentat von Halle habe der Zentralrat sehr viele Solidaritätszuschriften erhalten. "In einem solchen Ausmaß haben wir das noch nie erlebt."

Polizei prüft mögliche Straftaten

Hassbotschaften leite man an die Polizei weiter, um zu prüfen, ob eine Straftat vorliege. Viele der Beschimpfungen seien aber nicht strafbar. Grundsätzlich habe er das Gefühl, "dass das Thema Antisemitismus in juristischen Kreisen als ein bisschen lästig empfunden wird". Es gebe aus seiner Sicht eindeutig judenfeindliche Fälle, in denen die Justiz keinen Antisemitismus erkennen könne.

(an/dpa)

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