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Jordaniens König warnt vor Eskalation in Libyen

15.1.2020 15:52 Uhr

Vor einer Eskalation im libyschen Bürgerkrieg hat nun der jordanische König gewarnt und die EU zur Unterstützung in der Region aufgefordert. Was passiere, wenn Libyen das neue Syrien werde, fragte König Abdullah II. am Mittwoch in das Plenum des EU-Parlaments in Straßburg. Der Konflikt sei dann noch näher am europäischen Kontinent, sagte Abdullah.

Vor allem die jungen Menschen in der Region dürften nicht ohne Hoffnung zurückgelassen werden. "Syrien mag zwar nicht mehr in den Schlagzeilen sein, aber die Krise ist noch lange nicht vorbei", sagte der König.

Am Rand des Abgrunds

Abdullah II. warnte zudem vor der Fortsetzung des Konflikts zwischen den USA und Iran. "Was, wenn das nächste mal keiner von beiden vom Rand des Abgrunds zurücktritt?" Eine Eskalation würde einen massiven Bruch unter anderem für die Weltwirtschaft bedeuten, sagte Abdullah.

Jordanien gilt als wichtiger Verbündeter im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). In dem von Konfliktherden umgebenen Königreich haben mehr als eine Million Syrer Zuflucht gefunden, darunter rund 650 000 vom UN-Flüchtlingshilfswerk registrierte Flüchtlinge.

(an/dpa)

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