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Jerusalem entspannt Krise mit Amman

6.11.2019 20:16 Uhr

Am Mittwoch hat Israel zwei Jordanier freigelassen, deren Inhaftierung eine neue Krise in den Beziehungen zum Nachbarland Jordanien ausgelöst hatte. Hiba al-Labadi und Abdul Rahman Miri seien an die Grenze gebracht worden, damit sie in ihre Heimat zurückkehren könnten, bestätigte ein Sprecher der israelischen Gefängnisbehörde.

Die Frau war seit August und der Mann seit September ohne Anklage in Israel festgehalten worden. Ihnen wurden "schwerwiegende Sicherheitsvergehen" vorgeworfen.

Jordaniens Botschafter bald wieder in Israel

Jordanien hatte aus Protest gegen die Inhaftierungen in der vergangenen Woche seinen Botschafter aus Israel zurückgerufen. Al-Labadi, der der israelische Geheimdienst nach Medienberichten eine Zusammenarbeit mit der libanesischen Hisbollah-Miliz vorgeworfen hatte, war vor mehr als einem Monat in einen Hungerstreik getreten. Sie war deshalb ins Krankenhaus gebracht worden.

Nach der Einigung auf die Freilassung der beiden war angekündigt worden, der jordanische Botschafter werde in Kürze nach Israel zurückkehren. Jordanien und Ägypten sind die einzigen beiden arabischen Länder, die formelle diplomatische Beziehungen mit Israel unterhalten.

(an/dpa)

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