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Jemen: Bundesregierung baut auf Friedensgespräche

3.12.2018 14:22 Uhr

Eine Verbesserung der humanitären Situation im Jemen erhofft sich die Bundesregierung von den möglichen Friedensgesprächen. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sagte am Montag in Berlin, es sei zu begrüßen, "dass es vielleicht ganz zeitnah politische Gespräche unter Leitung des UN-Sondergesandten Martin Griffiths geben wird."

Unbestätigte Informationen deuten darauf hin, dass diese Gespräche Mitte der Woche in Stockholm beginnen könnten. "Wir erhoffen uns erste Impulse", sagte die AA-Sprecherin. Zunächst müsse es um einen Waffenstillstand und humanitäre Erleichterungen gehen. Notwendig sei ein ernsthafter Versuch, den militärischen Konflikt zu beenden und zu einer politischen Lösung zu kommen.

Im Jemen kämpfen Huthi-Rebellen gegen die international anerkannte Regierung des Landes, die von der saudisch geführten Militärkoalition unterstützt wird. Die Vereinten Nationen bezeichnen die Situation im bitterarmen Jemen als derzeit schwerste humanitäre Krise der Welt. Millionen Menschen hungern oder haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung.

(an/dpa)