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Jeff Sessions will zurück in die Politik

8.11.2019 21:41 Uhr

Lange bevor Justizminister Sessions ins Trump-Kabinett berufen wurde, saß er für Alabama im Senat. Jetzt kandidiert er erneut und versucht, die Wogen mit seinem Ex-Boss zu glätten. Mit einem Video, in dem er seine Unterstützung für den US-Präsidenten Trump unterstreicht.

Der von US-Präsident Donald Trump vor einem Jahr aus dem Amt gedrängte Republikaner kündigte in der Nacht zu Freitag (Ortszeit) auf Twitter an, er kandidiere für einen Senatssitz in Alabama. Sessions war früher bereits Senator dieses Bundesstaates. In einem Video sagte der 72-Jährige nun, Trump habe seine «volle Unterstützung».

Schon bevor Sessions Justizminister wurde, gehörte der streng konservative Republikaner dem US-Senat an. Anfang 2017 holte ihn Trump dann in sein Kabinett. Im Präsidentschaftswahlkampf 2016 zählte Sessions noch zu den ersten und entschiedensten Unterstützern des späteren Wahlsiegers. Im Umgang mit den Russland-Ermittlungen gegen Trump kam es dann zum Zerwürfnis. Der Präsident hätte sich gewünscht, dass ihn sein Justizminister vor den Untersuchungen schützt.

Von Untersuchungen zurückgezogen - wegen Befangenheit

Als oberster Chefankläger wäre Sessions auch eigentlich für die Aufsicht über die Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller zuständig gewesen. Sessions erklärte sich allerdings für befangen und übergab diese Aufgabe an seinen Stellvertreter Rod Rosenstein, ein Schritt, den ihm Trump übelnahm.

In seinem Video für die Kandidatur für den US-Senat drückte Sessions nun seine Loyalität zum Präsidenten aus. Nach seinem Weggang aus dem Kabinett habe er Trump nie attackiert, sagte Sessions. So etwas wäre «unehrenhaft» gewesen. In Alabama hat Trump laut US-Medien besonders hohe Zustimmungsraten.

Sonderermittler Mueller hatte etwa zwei Jahre lang untersucht, ob Trumps Wahlkampfteam geheime Absprachen mit Vertretern Russlands traf. Auch ging es darum, ob Trump später, als er schon US-Präsident war, die Ermittlungen der Justiz dazu behinderte. Hintergrund der Ermittlungen war die mutmaßliche Einmischung Moskaus in den US-Präsidentenwahlkampf 2016.

(be/dpa)

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