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Jeder Zweite glaubt an einflussreiche Jugendbewegungen

7.4.2019 9:14 Uhr

Die Zeit der "Null-Bock"-Jugend scheint vorbei. Nach einer Umfrage glaubt jeder zweite Deutsche, dass neue einflussreiche Jugendbewegungen entstehen. Die zwei besten Beispiele dafür sind ohne Zweifel die #FridaysForFuture-Kllimaschutzdemonstrationen und der Widerstand, der sich gegen die EU-Urheberrechtsreform regt.

Auf eine entsprechende Frage antworteten 48 Prozent bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur mit Ja.

Die Reform des europäischen Urheberrechts stößt gerade bei jungen Menschen auf erhebliche Ablehnung. 39 Prozent der Befragten zwischen 18 und 24 Jahren bezeichneten die geplanten Änderungen als sehr negativ, weitere 18 Prozent als negativ. Unter den Befragten ab 25 Jahren zog ein Großteil hingegen eine gemischte Bilanz.

Urheberrecht im digitalen Zeitalter

Die geplante EU-Reform soll das Urheberrecht in der EU ans digitale Zeitalter anpassen. Kritiker wenden vor allem ein, dass Plattformen wie YouTube künftig schon beim Hochladen überprüfen sollen, ob Inhalte urheberrechtlich geschütztes Material enthalten. Das ist ihrer Meinung nach nur durch Uploadfilter möglich, bei denen die Gefahr bestehe, dass viel mehr als nötig aussortiert werde.

CDU Hauptverantwortlicher für Reform?

Auf deutscher Seite machten die Befragten vor allem die Union (44 Prozent) sowie die SPD (20 Prozent) für die Beschlüsse verantwortlich. Immerhin 41 Prozent antworteten mit "Weiß nicht/Keine Angabe".

(be/dpa)