dpa

Jeder Vierte in den USA ist durch die Corona-Krise arbeitslos

15.5.2020 15:15 Uhr

Offiziell sind derzeit in den USA durch die Corona-Krise 14,7 Prozent der Bürger arbeitslos. Doch nach Angaben von Notenbankmitglied Neel Kashkari sieht die Situation auf dem US-Arbeitsmarkt viel düsterer aus. Tatsächlich läge die Arbeitslosenquote bei 24 oder 25 Prozent, sagte der renommierte Finanzexperte und Präsident der Federal Reserve Bank in Minneapolis.

Ob damit das Schlimmste überstanden sei, wollte Kashkari nicht beantworten. Das hänge davon ab, ob die vorübergehende Freistellung von Mitarbeitern in dauerhafte Kündigungen münden würde.

Kashkari und andere Experten vermuten, dass durch die Ausgangsbeschränkungen viele Bürger den Gang zum Amt vermeiden und sich nicht arbeitslos melden würden. Daher sei die Dunkelziffer so hoch. 36,5 Millionen US-Bürger haben bislang Arbeitslosenhilfe beantragt.

2,7 Billionen Dollar für die Wirtschaft

Die Pandemie hat in den USA zu einer verheerenden Wirtschaftskrise geführt. Das Virus und die Maßnahmen zu dessen Eindämmung haben die Wirtschaftsaktivität in vielen Branchen weitgehend zum Erliegen gebracht. Zahlreiche Betriebe mussten zumindest vorübergehend schließen.

Regierung und Kongress haben angesichts der Krise seit Ende März gewaltige Konjunkturpakete auf den Weg gebracht und damit begonnen, rund 2,7 Billionen US-Dollar in die leidende Wirtschaft zu pumpen. Zu spüren ist davon allerdings noch nicht viel.

US-Präsident Donald Trump hatte Ende vergangener Woche erklärt, außerhalb der Landwirtschaft seien im Zuge der Corona-Krise im April 20,5 Millionen Jobs gestrichen worden. Daraufhin schnellte die Arbeitslosenquote sprunghaft nach oben und liegt nun offiziell bei 14,7 Prozent.

(bl/dpa/afp)

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