IWF lobt restriktive Geldpolitik der Türkei

19.2.2021 14:09 Uhr

Für Donal McGettigan, den Missionschef des Internationalen Währungsfonds (IWF) für die Türkei, ist die derzeit von der türkischen Regierung praktizierte restriktive Geldpolitik von essenzieller Bedeutung für das Vertrauen aller Investoren aus dem In- und Ausland. Dies betonte McGettigan in einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi (AA). „Der Politikwechsel, der eine Verbesserung der Kreditwürdigkeit des Landes herbeigeführt hat, wird auch zur stufenweisen Senkung der Inflation beitragen“, so McGettigan.

Auch Ben Kelmanson, Ständiger IWF-Vertreter in der Türkei, begrüßte die neue Weichenstellung in der Wirtschaftspolitik des Landes: „Die konstante und konsequente Anwendung dieser neu eingeleiteten Wirtschaftspolitik wird der Schlüssel zum Erreichen der Zielsetzungen werden“, sagte er.

Neben den wirtschaftlichen Problemen kämpfe die Türkei auch erfolgreich gegen menschliche und gesundheitliche Tragödien, die durch die Covid-19-Pandemie verursacht worden sind, unterstrich McGettigan.

Im zweiten Jahr der Pandemie präsentiere sich die türkische Wirtschaft im Grunde zwar flexibel, unternehmerisch und widerstandsfähig. Dennoch bedürfe sie in zwei Bereichen weiterer Anstrengungen. Zum einen müssten Pufferzonen gegen Unsicherheiten und Schocks aufgebaut werden; und zum zweiten soll das wirtschaftliche Wachstumspotential des Landes für weitere Beschäftigungsimpulse verstärkt werden.

(ak)

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