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Italiens Regierung im Kampf gegen Rassismus im Fußball

7.11.2019 0:05 Uhr

Der Rassismus in den Stadien der italienischen Serie A ist ein Ärgernis, welches der Verband des Landes bisher nicht in den Griff bekommen konnte. Nachdem nun wieder vermehrt Stars von den Zuschauerrängen nachhaltig beschimpft worden sind, schaltet sich die Politik ein. Sie plant jetzt einen Maßnahmenkatalog, um den Rassismus endgültig aus den Stadien zu verbannen.

Nach den rassistischen Beleidigungen gegen den früheren italienischen Fußball-Nationalspieler Mario Balotelli hat die Regierung in Rom Konsequenzen angekündigt. Sportminister Vincenzo Spadafora stellte am Mittwoch vor dem Parlament eine Reihe von Maßnahmen zur Bekämpfung rassistischer Vorfälle vor. Unter anderem sollen Klubs den jeweiligen Besitzern ihre Dauerkarten entziehen dürfen, wenn ihnen "diskriminierendes Verhalten" nachgewiesen werden kann.

Zudem will die Regierung die Klubs mit technischen Hilfsmitteln bei der Identifizierung rassistischer Fans unterstützen. Die Polizei soll mehr Befugnisse erhalten, um bei Fußballspielen Unterbrechungen oder gar Abbrüche zu erwirken. Sportminister Spadafora sagte, er sei darüber besorgt, "dass rassistische Vorfälle nicht nur in der Serie A, sondern auch bei Spielen in den unteren Ligen häufig vorkommen". Er betonte: "Die Regierung bemüht sich stark, Intoleranz bei Sportevents zu bekämpfen.Serie A

(ce/afp)

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