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Italienische Gemäldegalerie verlangt von Deutschland geraubtes Bild zurück

1.1.2019 16:21 Uhr

Die florentinische Gemäldegalerie Uffizien verlangt ein Bild zurück, welches nach Angaben des Museums von deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg geraubt worden sein soll.

Das Ölgemälde "Vaso di Fiori" des holländischen Malers Jan van Huysum (1682-1749) befinde sich bei einer Familie in Deutschland, die es nach all dieser Zeit trotz zahlreicher Anfragen des italienischen Staates immer noch nicht an das Museum zurückgegeben habe, erklärte der deutsche Direktor der Gemäldegalerie, Eike Schmidt, am Dienstag.

"Absurde" Ablösesumme verlangt?

Das Werk sei von Wehrmachtsoldaten geraubt worden und sei jahrzehntelang verschwunden gewesen und erst 1991 nach der Wiedervereinigung aufgetaucht. Verschiedene "Vermittler" hätten sich seitdem mit den italienischen Behörden in Verbindung gesetzt und eine Ablösesumme verlangt. "Eine so absurde Forderung, dass letztens die Staatsanwaltschaft Florenz Ermittlungen eröffnet hat", hieß es in der Mitteilung der Uffizien. Das Gemälde sei im Besitz des italienischen Staates und daher nicht "veräußerbar oder erhältlich".

Moralische Pflicht der Rückgabe

"Deutschland hat die moralische Pflicht, dieses Werk unserem Museum zurückzugeben", sagte Schmidt. "Wegen dieser Affäre (...) sind die Wunden des Zweiten Weltkriegs und des Nazi-Terrors immer noch nicht verheilt." In welcher der Familie und in welcher Region sich das Bild befindet, konnte ein Museumssprecher nicht sagen.

(be/dpa)