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Italien: Radar gegen Rassismus

5.2.2020 11:40 Uhr

Immer wieder müssen Spiele in der italienischen Fußballliga wegen Rassismus ab- oder unterbrochen werden. Jetzt soll innovative Technologie bei der Bekämpfung helfen.

So kündigte Sportminister Vincenzo Spadafora im Parlament die Einführung von Videoüberwachungskameras mit Gesichtsidentifizierung und eines speziellen Radarsystems an, mit dem die Ortung rassistischer Gesänge sichergestellt werden soll. Ziel sei die Identifizierung rassistischer Problemfans, sagte Spadafora.

Auftakt zur Europameisterschaft

Die neue Technologie soll ab dem Auftaktspiel der Europameisterschaft zwischen Italien und der Türkei im Olympiastadion in Rom am 12. Juni eingesetzt werden. Auch die Sicherheitsvorkehrungen in den Fankurven sollen verschärft werden. "Wir haben eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern des Fußballverbandes und des Innenministeriums gebildet, damit wir bald die neue Technologien testen können", betonte der Sportminister.

Sensibilisierungskampagnen geplant

Außerdem will die italienische Regierung Sensibilisierungskampagnen in den Schulen zur Bekämpfung von Diskriminierung in die Wege leiten. In den vergangenen Monaten waren in Italien mehrere Spiele wegen rassistischer Vorfälle unterbrochen worden.

(be/afp)

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