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Italien: Höhlenstadt Matera neue europäische Kulturhauptstadt

20.1.2019 12:35 Uhr

Die spannende und wunderschöne Höhlenstadt Matera in der italienischen Region Basilikata ist seit Sonntag neue europäische Kulturhauptstadt 2019.

Die zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Höhlenstadt läutete am Abend ein 48 Wochen umspannendes Kulturprogramm ein, das Ausstellungen, Konzerte, Wettbewerbe und andere Veranstaltungen umfasst - insgesamt mehrere hundert. Den Titel europäische Kulturhauptstadt teilt sich Matera mit dem bulgarischen Plowdiw.

Fanfarenzüge zum Auftrakt

54 Fanfarenzüge aus ehemaligen Kulturhauptstädten und anderen Städten in der italienischen Region Basilikata, in der Matera liegt, spielten am Abend zum Auftakt. Musiker zogen bereits den ganzen Tag durch die Gassen der Stadt, die in den 50er Jahren als "nationale Schande" Italiens im Land stigmatisiert wurde. Anlass war ihre extreme Armut. Die 2019 Musiker kamen dann am Abend zu einem großen Konzert im historischen Zentrum zusammen, an dem auch Staatspräsident Sergio Mattarella und Regierungschef Giuseppe Conte sowie EU-Kulturkommissar Tibor Navracsics teilnahmen. Conte sprach von einer "großen Verantwortung" Materas, die als erste Stadt Süditaliens zur europäischen Kulturhauptstadt erkoren worden sei.

Rund eine Millionen Gäste erwartet

Die Organisatoren der Veranstaltungen erwarten rund eine Million Gäste. Matera zählt rund 60.000 Einwohner, seit 1993 gehört sie zum Unesco-Weltkulturerbe. Grund dafür sind ihre Höhlenhäuser, die ihr auch den Namen "Jerusalem des Westens" eintrug. Die Stadt gilt nach Aleppo in Syrien und Jericho im Westjordanland als die drittälteste der Welt.

(afp-pli)

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