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Italien gedenkt der Toten von L'Aquila

6.4.2019 13:29 Uhr

In Italien stand am Samstag die Zeit und die Uhren still. Das Land gedachte der 309 Toten und der vielen Verletzten, die das Erdbeben von L'Aquila 2009 forderte. Mehr als 80.000 in den Abruzzen hatten zudem bei dem Beben all ihr Hab und Gut nebst Bleibe verloren.

"Der Weg zum Wiederaufbau hat begonnen, aber wir müssen mit Kraft vorangehen, weil noch viel zu tun ist", erklärte Italiens Präsident Sergio Mattarella in einer Gedenkbotschaft. Ministerpräsident Giuseppe Conte schrieb bei Facebook, die Wunde eines Ortes sei die Wunde einer ganzen Nation.

Am frühen Morgen des 6. April 2009 hatte das Beben den Ort nordöstlich von Rom erschüttert. In sogenannten Neustädten wurden seitdem erdbebensichere Wohngebäude für diejenigen Bewohner gebaut, deren Zuhause durch das Beben zerstört wurde. Bisher sind dort rund 17.000 Menschen untergekommen. L´Aquila war vor dem Beben berühmt für seine prächtige Architektur aus dem Mittelalter, der Renaissance und dem Barock. Ihre Restaurierung ist noch im Gange. Italien wird immer wieder von meist kleineren Erdbeben erschüttert.

(ce/afp)