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Italien braucht Hilfe der EU

28.2.2020 17:11 Uhr

Nach Angaben der EU-Kommission hat Italien seine europäischen Partner um Hilfe bei der Beschaffung von Schutzmasken gebeten. Nun werde geprüft, welche Mitgliedstaaten dem vom neuen Coronavirus besonders betroffenen Land die benötigten Masken schicken könne, sagte eine Behördensprecherin am Freitag in Brüssel.

Parallel dazu läuft ein Verfahren, um Material zum persönlichen Schutz vor dem Virus gemeinsam einzukaufen. Die Gesundheitsminister der 27 EU-Staaten hätten das bei ihrem Treffen am 13. Februar auf den Weg gebracht, hieß es. Bis zum Freitag war jedoch nicht klar, wie viele Staaten dabei welchen Bedarf angemeldet hätten.

Kommission sorgt sich um wirtschaftliche Auswirkungen der Krise

Die Kommission macht sich den Angaben zufolge Sorgen um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise rund um den Virus. Binnenmarktkommissar Thierry Breton wolle die Folgen EU-weit untersuchen lassen, sagte die Sprecherin. Im März komme das Thema auf die Tagesordnung des Ministerrats.

Die Bundesregierung sucht ebenfalls nach Lösungen, um Schutzausrüstung etwa für medizinisches Personal verfügbar zu halten. Es solle geprüft werden, welche Lagerbestände es in Deutschland gebe, hatte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" gesagt. Außerdem gelte es - notfalls durch Beschlagnahmungen oder Exportverbote - auch rechtlich sicherzustellen, dass nichts davon mehr das Land verlasse.

(an/dpa)

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