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Istanbuler OB Imamoglu: Wir sind mit einem ernsthaften Problem konfrontiert

22.12.2020 17:18 Uhr

Im Vorfeld einer Sitzung mit der Wasserverwaltungsbehörde ISKI hat sich der Istanbuler Oberbürgermeister Ekrem Imamoglu den Fragen der Presse gestellt und betont: "Unsere Städte stehen vor einem ernsthaften Wasser-Problem. Auch Istanbul."

"Unser Land erlebt leider eine Trockenzeit. Wir können sagen, dass es fast das zweite Jahr dieser Dürre ist. Letztes Jahr haben wir eine ähnliche Dürre erlebt. Unsere Städte stehen in diesem Sinne vor einem ernsthaften Wasserproblem. Eine davon in Istanbul. Wir werden an einem Aktionsplan für dringende Probleme arbeiten." Istanbul würde das Wasser nicht heute ausgehen, aber man müsse Maßnahmen ergreifen. Nach der Sitzung mit ISKI werde man den Bürgern klare, kurz- und mittelfristige Informationen geben. Es sei von absoluter Bedeutung, dass die Bürgerinnen und Bürger sparsam mit dem Wasser umgehen würden, auch wenn man aufgrund der Pandemie momentan besonders viel Zeit Zuhause verbringe. Trotzdem müsse die Bevölkerung darauf achten, Wasser nicht zu verschwenden.

Warum Niederschläge nicht mehr reichen

Der Vorsitzende des Kandilli Rasathane Meteorologielaboratoriums, Adil Tek, hatte zuvor erklärt, dass die Dürre eine größere Katastrophe darstellen könne als Erdbeben. Zwar sei, wenn man die Daten der letzten 109 Jahre ansehe, ein Anstieg der Niederschläge von 140 Kilogramm zu verzeichnen, aber das würde aufgrund des globalen Temperaturanstiegs von 1,5 Grad nicht mehr ausreichen.

Zudem würden die Niederschläge nicht zu den Zeiten abregnen, in denen es darauf ankommt. Heftige Regenfälle im Juni würden zwar die durchschnittliche Regenmenge steigern, aber ohne die Wasserreserven aufzufüllen schnell abfließen. Was Istanbul wirklich bräuchte, wären Schneefälle oder konstanter, gleichmäßiger Regen, um die Staudämme wieder zu füllen.

(be)

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