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Istanbul - Mindestens drei Tote bei Wohnhauseinsturz

7.2.2019 9:36 Uhr

Zwölf der Verschütteten beim Einsturz des mehrstöckigen Wohnhauses in Istanbul konnten bisher gerettet werden. Dennoch sind bisher mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Teile des Hauses seien illegal gebaut worden.

Das bestätigte der Gouverneur der Provinz Istanbul, Ali Yerlikaya, am Donnerstagmorgen bei einer Ortsbegehung. Zwölf der Verschütteten seien gerettet worden. Unter denen, die noch unter den Schuttmassen begraben sind, sei ein kleines Mädchen namens Hava. Sie sei am Leben und spreche mit den Rettungskräften.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu hatte zuvor berichtet, unter den bereits Geretteten sei ein neunjähriger Junge. Wie viele Menschen zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Haus waren, das unterschiedlichen Angaben zufolge sieben oder acht Stockwerke hoch gewesen sein soll, ist nach wie vor unklar. Anadolu zitierte einen örtlichen Beamten mit der Vermutung "27 bis 30 Menschen" seien daheim gewesen, als es einstürzte. Was das Unglück ausgelöst hatte, blieb zunächst unklar.

Illegale Stockwerke

Der Gouverneur der Provinz Istanbul, Ali Yerlikaya, sagte vor Fernsehkameras, drei Stockwerke seien illegal erbaut worden. Im Haus habe sich auch ein "Textil-Atelier" befunden, das keine Genehmigung für den Betrieb dort gehabt habe. Mehr wisse er noch nicht - er bitte um Geduld und Gebete. Er mahnte außerdem Ruhe am Unfallort an, damit Retter Hilferufe von Verschütteten hören könnten.

Das Haus im Stadtteil Kartal auf der asiatischen Seite der türkischen Metropole war am Mittwochnachmittag aus unbekannten Gründen in sich zusammengefallen. Die Rettungsarbeiten waren in der Nacht weitergegangen und dauerten auch am Morgen noch an. Gouverneur Yerlikaya sagte, in der Umgebung seien sieben Gebäude geräumt worden.

(sis/dpa)