Hürriyet

Istanbul: Luftverschmutzung nach Corona-Lockdowns wieder gestiegen

27.10.2020 16:46 Uhr

Die Luftverschmutzungsrate in Istanbul ist im Vergleich zu den Lockdown-Monaten März, April und Mai um 12 Prozent gestiegen. Dies geht aus den Luftverschmutzungsberichten hervor, die vom kontinuierlichen Überwachungszentrum des Ministeriums für Umwelt und Urbanisierung veröffentlicht wurden.

Die Gebiete mit der höchsten Luftverschmutzungsrate seien laut dem Bericht die Orte, an denen der Fahrzeugverkehr intensiv sei, wie Kadiköy, Kagithane und Ikitelli.

Mehr Luftverschmutzung an intensiven Transitrouten

Im April seien die Zahlen der Fahrzeuge in Istanbul aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in der Stadt – vor allem jedoch wegen der Ausgangssperren - gesunken. Kurz darauf zeigten Daten der Luftqualitätsmessstationen, dass auch die Luftverschmutzung in Istanbul aufgrund der verringerten Aktivität während der Lockdowns erheblich zurückgegangen war.

Hüseyin Toros, ein Meteorologe der Technischen Universität Istanbul, bewertete den Bericht des Überwachungszentrum nun als „besorgniserregend“, da diese Rate im Sommer weiter hätte sinken müssen. Er erklärte: "Wir sehen, dass Gebiete wie Kadiköy, Göztepe, IIitelli und Kagithane stärker verschmutzt sind. Die Anzahl der Fahrzeuge in diesen Gebieten ist höher und es gibt intensive Transitrouten."

Luftverschmutzungsrate wird im Winter weiter zunehmen

Der Meteorologe fügte weiter hinzu, dass kollektive Arbeit geleistet werden müsse, um die Luftverschmutzung in der Metropole zu reduzieren und wies auch darauf hin, dass mit der Ankunft des Winters die Luftverschmutzungsrate parallel zur Nutzung von Heizungsanlagen zunehmen werde.

"Wir müssen nach Wegen suchen, um die Energiekosten zu Hause zu senken. Dafür ist die Wärmedämmung in Gebäuden äußerst wichtig", berichtete Toros.

(gi)

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