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Istanbul: Flugzeugunfall wurde durch Aquaplaning ausgelöst

21.2.2020 15:15 Uhr

Vor rund zwei Wochen geriet ein Flugzeug der Fluglinie Pegasus auf dem Sabiha-Gökcen-Flughafen in Istanbul von der Landebahn ab und zerbrach in drei Teile. Dabei starben drei Menschen, 180 Passagiere und Crewmitglieder wurden verletzt. Wie die Ermittlungen ergeben haben, wurde der Unfall höchstwahrscheinlich durch Aquaplaning auf der Landebahn ausgelöst.

Die heftigen Regenfälle am Unfalltag führten den Berichten und Untersuchungen nach zu Wasseransammlungen auf den Start- und Landebahnen. Das Aquaplaning legte sich wie eine Schicht zwischen Boden und Räder, sodass das Manövrieren von Fahrzeugen massiv erschwert bis unmöglich wird. Dadurch schoss das Flugzeug über die Landebahn hinaus und fiel rund 30 Meter in die Tiefe. Experten untersuchen derweil die Räder des Pegasus-Flugzeugs, welches auf dem Weg von Izmir nach Istanbul war.

Funkverkehr nur auf Türkisch?

Wie bekannt wurde, soll das Aquaplaning allerdings nicht das einzige Problem bei der Landung gewesen sein. Der indonesische Co-Pilot konnte während des Landemanövers allem Anschein nach nicht helfend eingreifen, da der türkische Pilot mit dem Tower nur auf Türkisch kommuniziert habe. Eigentlich hätte jeder Funkverkehr auf Englisch abgehalten müssen. Die türkische Luftfahrtaufsichtbehörde DHMI hat bezüglich dieses Verstoßes Ermittlungen eingeleitet.

Vom Blitz getroffen?

Unbestätigten Meldungen zufolge soll das Pegasus-Flugzeug wenige Minuten vor der Landung von einem Blitz getroffen worden sein, was das überstürzte Landemanöver des Piloten unter Umständen erklären könnte.

Währenddessen hat Pegasus mit den ersten Entschädigungszahlungen für die verletzten Passagiere begonnen. Die Zahlungen variieren zwischen 23.000 – 46.000 Euro. Die Entschädigungen für die Familien der Passagiere, die bei dem Unfall ihr Leben verloren haben, werden noch durch eine unabhängige Organisation eruiert.

(Berna Ehrhardt)

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