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Istanbul: Opferzahl bei Hauseinsturz auf 21 gestiegen

9.2.2019 17:41 Uhr

Nach dem Hauseinsturz in Istanbul ist die Zahl der Opfer auf 21 gestiegen. Unter ihnen war ein einjähriges Mädchen. Präsident Erdogan besuchte die geretteten Hausbewohner.

Zuletzt sei die Leiche eines 44 Jahre alten Mannes aus den Trümmern geborgen worden, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Samstag laut staatlichem Sender TRT.

14 Hausbewohner gerettet

Zuvor hatte Innenminister Süleyman Soylu am Samstag laut staatlicher Nachrichtenagentur Anadolu von der Bergung zweier weiterer Leichen berichtet, darunter der eines einjährigen Mädchens. Nach dem TRT-Bericht konnten 14 Menschen aus den Trümmern gerettet werden. Sieben von ihnen wurden demnach noch auf Intensivstationen in Krankenhäusern betreut.

Es sei nicht sehr wahrscheinlich, dass noch weitere Opfer unter den Trümmern begraben seien, aber die Suche werde dennoch fortgesetzt, sagte Innenminister Süleyman Soylu laut CNN Turk.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan besuchte am Samstag zunächst den Unglücksort und später einige der Opfer in einem Krankenhaus. Nach dem folgenreichen Einsturz eines Wohnhauses in Istanbul hat der türkische Präsident Konsequenzen angekündigt. "Wir haben eine große Zahl an Lektionen daraus zu lernen", sagte Erdogan am Samstag bei einem Besuch am Unglücksort. Die Zahl der Todesopfer stieg derweil auf 21. Das achtstöckige Haus war am Mittwoch eingestürzt.

"Wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen", teilte er ferner mit. Das Unglück habe sich ereignet, "weil diese Gebäude illegal gebaut wurden, einfach nur um Geld zu verdienen". Nun würden alle Gebäude in dem Wohngebiet überprüft. Städtebauminister Murat Kurum teilte am Abend mit, in der Umgebung des eingestürzten Hauses seien zehn Gebäude evakuiert worden.

Bergungsarbeiten dauern an

Das Haus im Stadtteil Kartal auf der asiatischen Seite der türkischen Großstadt war am Mittwochnachmittag aus unbekannten Gründen in sich zusammengefallen.

Soylu sagte laut Anadolu, die Bergungsarbeiten seien in der Nacht vorübergehend ausgesetzt worden, weil eine benachbarte Wohnung einzustürzen drohte.

(be/dpa)

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