epa/Abir Sultan

Israel verurteilt Angriff auf Juden in den USA

29.12.2019 22:23 Uhr

Israel hat andere Ländern im Kampf gegen Antisemitismus Hilfe angeboten. Hintergrund ist die Messerattacke auf Juden im US-Bundesstaat New York. "Israel verurteilt die jüngsten antisemitischen Vorfälle und den grausamen Angriff während des Chanukka-Festes im Haus eines Rabbiners in Monsey in New York aufs Schärfste", sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu nach Angaben seines Büros in Jerusalem.

"Wir werden auf jede Art mit den örtlichen Behörden zusammenarbeiten, um dabei zu helfen, diesem Phänomen ein Ende zu setzen", sagte er. "Wir bieten jedem Land unsere Hilfe an."

Angriff während Chanukka

In der Ortschaft Monsey ist ein Mann am Samstagabend während des jüdischen Lichterfests Chanukka in das Haus eines Rabbis gestürmt und hat dort auf Festgäste eingestochen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Behördenvertreter. Dabei wurden den Angaben zufolge fünf Menschen verletzt. Anschließend habe der Täter mit einem Fahrzeug die Flucht ergriffen. Gegen Mitternacht sei er aber gefasst worden.

Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem äußerte sich am Sonntag "zutiefst besorgt über die Nachrichten und Bilder von dem Ort einer weiteren antisemitischen Attacke". Die Einrichtung forderte die US-Behörden dazu auf, "rasch zu handeln und diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die für diesen jüngsten Akt des Hasses, Fanatismus und Antisemitismus verantwortlich sind".

Das Wiesenthal-Zentrum forderte US-Präsident Donald Trump zur Einrichtung einer FBI-Sondereinheit im Kampf gegen Antisemitismus auf, "nach den endlosen Attacken auf Juden und ihre religiösen Einrichtungen". "Genug ist genug! Juden sollten in Amerika nicht um ihr Leben fürchten müssen, wenn sie in ihre Gotteshäuser gehen."

(an/dpa)

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