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Israel soll in Syrien einen Luftangriff geflogen haben

13.4.2019 12:47 Uhr

Wie die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldet, sei in Zentral-Syrien ein israelischer Luftschlag durchgeführt worden. Stattgefunden habe der Luftangriff am frühen Samstagmorgen und es seien drei Personen verletzt worden.

Bei einem israelischen Luftangriff in Zentralsyrien sind nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Sana drei Kämpfer verletzt worden. Der Angriff sei am frühen Samstagmorgen in der Stadt Misjaf in der Provinz Hama nördlich von Damaskus erfolgt, berichtete Sana unter Berufung auf Armeekreise. Die syrische Luftabwehr habe "einige der israelischen Geschosse abgefangen".

Mehrere iranische Kämpfer angeblich getötet

Die in Großbritannien ansässige syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, bei dem Angriff seien mehrere iranische Kämpfer getötet und 17 Angehörige der syrischen Truppen und ihrer Verbündeten verletzt worden. Der Organisation zufolge waren eine Militärschule und ein Trainingslager Ziel des Angriffs. Ein Sprecher der israelischen Armee wollte den Vorfall nicht kommentieren.

Israel hat in der Vergangenheit bereits hunderte von Luftangriffen in Syrien geflogen. Die meisten richteten sich nach israelischen Angaben gegen mutmaßliche iranische Ziele sowie Ziele der libanesischen Hisbollah-Miliz. Die schiitische Hisbollah wird von Israels Erzfeind Iran unterstützt; Kämpfer der Miliz sind in Syrien an der Seite der Truppen von Machthaber Baschar al-Assad im Einsatz. Israel will mit aller Macht einen wachsenden Einfluss des Iran im Nachbarland Syrien verhindern und wird dabei von der US-Regierung unter Präsident Donald Trump unterstützt.

Trump hatte im März die Souveränität Israels über die syrischen Golan-Höhen anerkannt, die 1981 von Israel annektiert worden waren. Von der Staatengemeinschaft wurde die Annexion des im Zuge des Sechs-Tage-Krieges 1967 eroberten Gebiets nie anerkannt. Es war bisher internationaler Konsens, dass über den Status des Hochplateaus nur im Zuge einer umfassenden Friedenslösung für den Nahen Osten entschieden werden könne.

(ce/afp)