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Israel kehrt zur Normalität zurück

6.5.2019 9:31 Uhr

Die israelische Armee hat am Montag alle Einschränkungen für die israelische Bevölkerung im Grenzgebiet zum Gazastreifen aufgehoben. Dem war eine neue Waffenruhe vorangegangen.

Man kehre zur Routine zurück, teilte das Militär mit. Die meisten von rund 200 000 Kindern und Jugendlichen in dem betroffenen Gebiet sollten wieder zur Schule gehen. Eine offizielle Bestätigung für die Waffenruhe gab es von israelischer Seite nicht.

Nach dem schwersten Gewaltausbruch seit dem Gaza-Krieg vor fünf Jahren hatte die im Gazastreifen herrschende Hamas am Sonntagabend Bereitschaft zu einer neuen Waffenruhe mit Israel signalisiert. Eine Feuerpause sei möglich, wenn sich Israel ebenfalls daran halte, verkündete der Chef der islamistischen Bewegung, Ismail Hanija.

Unterstützung durch Trump

Kurz darauf richtete US-Präsident Donald Trump eine Warnung an die Palästinenser im Gazastreifen - und sicherte dem Verbündeten Israel die volle Unterstützung seines Landes zu.

Der neu aufgeflammte Konflikt zwischen Israel und den militanten Palästinenserorganisationen im Gazastreifen hat seit dem Wochenende mehr als zwei Dutzend Menschen das Leben gekostet. Mindestens vier Israelis wurden am Sonntag bei massiven Raketenangriffen aus Gaza getötet und mehr als hundert verletzt, wie israelische Medien berichteten. Angriffe der israelischen Armee töteten nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza am Sonntag mindestens 17 Palästinenser - zusätzlich zu den sechs Todesopfern vom Vortag. Rund 150 Palästinenser seien verletzt worden.

Militante Palästinenser hatten nach israelischen Armeeangaben seit Samstag rund 700 Raketen auf Israel abgefeuert. Israels Luftwaffe attackierte in Gegenangriffen rund 350 Ziele in dem Küstenstreifen.

Die neue Eskalation kam nur gut eine Woche vor dem internationalen Gesangswettbewerb Eurovision Song Contest (ESC) in Tel Aviv.

(an/dpa)