Symbolbild: epa/Mohamad Saber

Israel beschießt Stellung der Hamas

14.6.2019 19:10 Uhr

Nach Angaben der israelischen Luftwaffe wurden in der Nacht zum Freitag Stellungen der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen angegriffen. Vorausgegangen war ein gegenseitiger Beschuss von militanten Palästinensern und der israelischen Armee, in dessen Verlauf eine Rakete aus dem Gazastreifen in der israelischen Stadt Sderot ein Gebäude traf und beschädigte. Verletzt wurde dabei niemand.

Auch nach dem israelischen Luftangriff in der Nacht gab es zunächst keine Berichte über Verletzte. Die Kampfflugzeuge attackierten nach Armeeangaben unter anderem "Terroreinrichtungen in militärischen Bereichen" und eine Marinestellung der Hamas.

Nach Angaben von Hamas-nahen Kreisen bemühten sich die Vereinten Nationen am Freitag um eine Beruhigung der Lage. Der Nahostgesandte Nikolai Mladenov habe sich mit Vertretern der Palästinenserorganisation im Gazastreifen getroffen, hieß es. Bilder zeigten Mladenov zusammen mit Hamas-Chef Ismail Hanija.

Zu den Angriffen aus dem Gaza-Streifen bekannte sich niemand

Keine der militanten Palästinenserorganisationen im Gazastreifen bekannte sich, die beiden Raketen abgefeuert zu haben.

Die Hamas hatte am Donnerstag mit einer erneuten Eskalation der Proteste an der Grenze zu Israel gedroht. Bis zum frühen Nachmittag blieb es allerdings ruhig. Seit Ende März 2018 sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten mehr als 280 Palästinenser getötet und Tausende verletzt worden.

Anfang Mai war es zum schlimmsten Gewaltausbruch aus dem Gazastreifen seit fünf Jahren gekommen. Militante Palästinenser hatten rund 700 Raketen auf Israel abgefeuert, Israels Armee griff daraufhin Ziele im Gazastreifen an. Vier Israelis und 25 Palästinenser wurden getötet. Die Lage beruhigte sich, nachdem mit ägyptischer Hilfe eine Waffenruhe ausgehandelt worden war.

(an/dpa)