Symbolbild: imago images/Christian Ditsch

Islamist aus dem Umfeld von Anis Amri erhält mehr als fünf Jahre Haft

24.1.2020 10:56 Uhr

Das Berliner Kammergericht hat wegen der Planung eines islamistisch motivierten Anschlags einen Mann aus dem Umfeld des Breitscheidplatz-Attentäters Anis Amri zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Das Urteil gegen den 32-jährigen Magomed-Ali C. erging am Freitag entsprechend der Anklage wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie eines Explosionsverbrechens.

Die Anklage hatte im Prozess sechs Jahre und zehn Monate Haft gefordert, die Verteidigung einen Freispruch.

Anschlagsziel war ein Einkaufszentrum

C. stammt aus der russischen Kaukasusrepublik Dagestan. In Berlin bewegte er sich der Anklage zufolge im Umfeld des mittlerweile verbotenen Moscheevereins Fussilet 33. Mögliches Ziel des geplanten Anschlags soll ein Einkaufszentrum gewesen sein.

Zwischenzeitlich war laut den Ermittlungen auch Amri an den Anschlagsplänen beteiligt. Amri verübte im Dezember 2016 den Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz mit zwölf Toten. Im August 2018 wurde C. festgenommen, der Prozess gegen ihn startete Mitte Mai 2019.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.