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Islamische Staaten kritisieren Verlegung nach Jerusalem

1.6.2019 12:16 Uhr

Als "illegal und unverantwortlich" haben die über 50 islamischen Staaten bei ihrem Gipfel in Mekka die Anerkennung Jerusalems als die Hauptstadt Israels bezeichnet. In der gemeinsamen Abschlusserklärung der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) vom Samstag wurden die Länder, die ihre Botschaften bereits nach Jerusalem verlegt haben, aufgerufen, ihre Entscheidung zu überdenken.

Dieser Schritt stelle "eine schwere Verletzung des Völkerrechts und der internationalen Legitimität" dar. Bei dem OIC-Gipfel trafen sich die Staats- und Regierungschefs von 56 Ländern.

Botschaftsverlegung von Tel Aviv nach Jerusalem

Im Dezember hatte US-Präsident Donald Trump Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt und die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen lassen. Das lateinamerikanische Land Guatemala folgte kurz darauf. Jerusalem wird von Israelis und Palästinensern als Hauptstadt beansprucht. Der US-Umzug war von den Palästinensern verurteilt worden. Damit könnten sich die USA nicht länger als neutraler Vermittler zwischen den beiden Seiten darstellen, hieß es.

In der Abschlusserklärung hieß es weiter: "Das palästinensische Volk hat das Recht, seine unveräußerlichen nationalen Rechte zu erringen, das beinhaltet ihr Recht auf Selbstbestimmung und die Gründung eines unabhängigen und souveränen palästinensischen Staats." Der OIC-Gipfel war der dritte, der seit Donnerstag in Saudi-Arabien stattfand. Die Arabische Liga und der Golf-Kooperationsrat hatten sich zuvor in der Stadt getroffen, um über die zunehmenden Spannungen mit dem Iran zu beraten. Saudi-Arabien und seine Verbündeten warfen dem Iran vor, die Region zu destabilisieren. Sie forderten das Land unmissverständlich auf, die Souveränität arabischer Staaten zu achten.

(an/dpa)