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Islamfeindlichkeit: Türkei will mit Europa enger zusammenarbeiten

24.6.2020 9:28 Uhr

Die Türkei will bei den Themen Rassismus und Islamfeindlichkeit noch enger mit Europa zusammenarbeiten. Das sagte der türkische Kommunikationsdirektor Fahrettin Altun in einer Online-Schalte bei der Präsentation des Berichts "Islamophobie in Europa" in Ankara.

Dabei betonte Altun, dass es bei dem Bericht nicht um Beschuldigungen gehe. Vielmehr wolle die Türkei einen offen und ehrlichen Dialog unter Freunden. Durch den Bericht würden Trends sichtbar, auf die gezielt reagiert werden könne. Denn auch in Europa werde der Rassismus mit Sorge beobachtet.

Muslime werden noch immer als potenzielle Kriminelle gesehen

Der Funktionär betonte, dass in Europa die Islamfeindlichkeit von Tag zu Tag schlimmer werde. Es gebe eine "spürbare Zunahme von Angriffen auf Muslime, Moscheen und islamische Gemeindezentren in Europa", so Altun. Dabei kritisierte er, dass in Europa einige "Intellektuelle und Entscheidungsträger“ den Islam noch immer als Sicherheitsbedrohung und Muslime als potenzielle Kriminelle sehen. Hassideologien, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus müssten durch die Regierungen noch stärker bekämpf werden, fordert Altun.

Die Türkei sei bereit, die Bemühungen der Europäischen Union (EU) zu unterstützen, Gleichberechtigung für Muslime und andere religiöse Gemeinschaften zu erreichen, betonte Altun.

(bl)

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