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IS-Witwe in Hamburg verhaftet

9.9.2019 13:58 Uhr

Nach ihrer Rückkehr aus Syrien lebte Omaima recht sorglos in Deutschland. Dabei gibt es glaubwürdige Indizien dafür, dass sie mit dem IS-Terroristen Denis Cuspert aka Deso Dogg verheiratet war und ihre Kinder gemäß der der ISIS-Vorgaben erzogen hatte. Das sorglose Leben scheint nun ein Ende gefunden zu haben, denn die Bundesanwaltschaft hat die IS-Witwe in Hamburg festnehmen lassen. Sie wird nun in Karlsruhe einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der über Untersuchungshaft entscheidet.

Die Bundesanwaltschaft hat die Witwe des Berliner Gangsterrappers und späteren IS-Terroristen Denis Cuspert alias Deso Dogg festnehmen lassen. Die deutsche und tunesische Staatsangehörige Omaima A. wurde in Hamburg verhaftet, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Montag mitteilte. Sie sei dringend verdächtig, in Syrien Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gewesen zu sein. Cuspert wurde Medienberichten zufolge im Januar 2018 in Syrien bei einem Luftangriff getötet.

Rückkehr nach Deutschland vor drei Jahren

Omaima A. soll am Dienstag dem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgeführt werden, gegen sie liegt ein Haftbefehl vor. Danach hat sie sich im Januar 2015 dem IS in Syrien angeschlossen. Dazu sei die Frau gemeinsam mit ihren drei minderjährigen Kindern über die Türkei nach Syrien gereist.

Sie soll im syrischen Al-Rakka zunächst den Haushalt ihres ersten Ehemanns geführt und die Kinder "im Sinne der IS-Ideologie" erzogen haben. So habe sie es ihrem Mann Nadar H. ermöglicht, für die terroristische Vereinigung als Kämpfer tätig zu werden. Nach dem Tod ihres Mannes 2015 und der anschließenden Ehe mit Cuspert, in der beide viel stritten, sei die schwangere Frau im September 2016 nach Deutschland zurückgekehrt, um ihr viertes Kind zur Welt zu bringen, schreibt die Anklagebehörde. Cuspert hatte seine Karriere als Rapper DesoDogg aufgegeben und sich 2014 dem IS angeschlossen. In den USA stand Cuspert auf der Terrorliste.

(dpa)

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