Symbolbild: epa/Youssef Badawi

IS-Unterstützer in Haft klagt auf Rückkehr nach Deutschland

25.6.2019 13:13 Uhr

Ein in syrischer Haft sitzender deutscher Unterstützer des IS hat die Bundesrepublik verklagt. Erreicht werden soll, ihn nach Deutschland zurückzuholen. Die Klage ist beim Berliner Verwaltungsgericht eingegangen, wie ein Sprecher am Dienstag sagte. Ein Verhandlungstermin stehe noch nicht fest. Zuvor hatte die „Welt“ berichtet.

In einer Erklärung seiner Anwälte Seda Basay-Yildiz und Ali Aydin aus Frankfurt am Main hieß es, die Bundesregierung sei verfassungsrechtlich verpflichtet, den in Nordsyrien inhaftierten Fabian G. zurückzuholen. Die Regierung handele aber aus politischen Motiven nicht. Wegen der politischen Situation in Nordsyrien drohe dem Deutschen die Todesstrafe.

Von Kassel nach Syrien

Basay-Yildiz war in Drohfaxen mehrfach rassistisch beleidigt worden, auch ihre Familie wurde bedroht. Die Anwältin hatte im Prozess um die Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ Opfer vertreten. In anderen Verfahren verteidigt sie mutmaßliche islamistische Gefährder.

Nach Informationen der „Welt“ war Fabian G. mit seinem jüngeren Bruder im Oktober 2014 von Kassel nach Syrien ausgereist, um sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen.

Am Verwaltungsgericht in der Hauptstadt ist bereits eine weitere Klage auf Rückholung eingegangen, wie der Sprecher sagte. Darin geht es um einen deutschen IS-Kämpfer, der im Irak festsitzt.

(an/dpa)

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