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IS: Syrer zu sieben Jahre Haft verurteilt

21.3.2019 19:47 Uhr

Wegen Anführens einer terroristischen Vereinigung hat das Oberlandesgericht München einen Mann zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der 33-Jährige soll nach Ende des Strafvollzugs außerdem drei Jahre unter Aufsicht gestellt werden, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte.

Demnach hatte Zoher J. Ende 2012 eine Kampfeinheit in Aleppo gegründet und diese über mehrere Monate hinweg geführt.

"Desolate humanitäre Situation in Syrien"

Bei der Einheit handelte es sich nach Angaben des Gerichts um eine Terrorvereinigung, die für die Errichtung eines Gottesstaats unter Geltung der Scharia kämpfte. Zugunsten des angeklagten Syrers werteten die Richter die "desolate humanitäre Situation in Syrien" und die Tatsache, dass die Tat bereits einige Jahre zurück lag.

Das Urteil kann noch angefochten werden. J. wurde im April 2017 in Niederbayern festgenommen.

(an/dpa)