DHA

IS-Mitglied sitzt im Niemandsland zwischen Türkei und Griechenland fest

12.11.2019 16:55 Uhr

"Du kommst hier nicht rein - aber auch nicht raus" - Am Montag hat die Türkei das IS-Mitglied Darwis B. abgeschoben. Allerdings weigert sich Griechenland, ihn aufzunehmen. Und auch die Türkei will ihn nicht zurück.

Das 39-jährige IS-Mitglied wurde während der türkischen Militäroperation in Syrien festgenommen. Am Montag verwiesen ihn die Grenzbeamten an der Grenzstelle in Edirne außer Landes. Allerdings verweigerte Griechenland seine Aufnahme, so dass er nun im Übergangsbereich zwischen beiden Landesgrenzen festsitzt.

Gestern brachten ihn Beamte der Istanbuler Migrationsbehörde nach Edirne, um in abzuschieben. Als er die türkischen Landesgrenzen verließ und sich an die anliegende Grenzkontrolle Griechenlands begab, lehnten die dortigen Zollbeamten seine Einreise ab und schickten ihn zu Fuß wieder zurück an den türkischen Grenzkontrollschalter. Da die Einreise auch an dieser Stelle abgelehnt wurde, hält Muhammad Darwis B. sich nun im Pufferbereich zwischen den zwei Staaten auf.

"Einreise untersagt"

Bei einem zweiten Einreiseversuch des IS Mitglieds in Griechenland sei sogar sein Pass mit "Einreise untersagt" abgestempelt worden. Anschließend habe man ihn wieder in Richtung Türkei geschickt. Über die Nacht kümmerten sich türkische Zollbeamte um den Mann. Sie versorgten ihn mit Essen und Trinken und einer Übernachtungsmöglichkeit in einem Fahrzeug. Ab dem Morgen befand er sich wieder im Pufferbereich.

Während sein Warten weiter andauert, wurden die Sicherheitsmaßnahmen an der türkischen Grenzkontrolle Edirne Pazarkule erhöht, dabei wurde deren Front mit Sicherheitsfahrzeugen versperrt.

(be)

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