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IS: Letzte britische Geisel möglicherweise noch am Leben

5.2.2019 19:50 Uhr

Die letzte britische Geisel in den Händen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) könnte nach Einschätzung der Regierung in London noch am Leben sein. Der 2012 entführte Fotograf John Cantlie könnte sich nach wie vor in Gewalt des IS befinden, sagte der Staatsminister für Sicherheit, Ben Wallace.

Beweise dafür lieferte Wallace den Berichten zufolge allerdings keine.

John Cantlie war zunächst im Juli 2012 IS-Kämpfern in die Hände gefallen, kurz darauf gelang ihm aber die Flucht. Im November desselben Jahres wurde er erneut gekidnappt, diesmal zusammen mit dem US-amerikanischen Journalisten James Foley. Ihn ermordete ein IS-Kämpfer später vor laufender Kamera - das erste in einer Reihe solcher Videos.

Musste für den IS in die Propaganda-Schlacht ziehen

Cantlie hingegen war in den folgenden Jahren wiederholt in Videos zu sehen, in denen er im Stil einer Nachrichtensendung IS-Propaganda vorlas. Der letzte dieser Clips wurde im Jahr 2016 bei der Schlacht um Mossul gedreht. Cantlie sah in dem Video ausgemergelt und erschöpft aus.

Cantlies Familie schrieb auf ihrem Twitter-Account, sie habe die Medienberichte, wonach er noch am Leben sei, verfolgt. "Auch wenn es dafür derzeit keine Bestätigung gibt, hoffen und beten wir weiterhin, dass es sich als wahr herausstellt", heißt es in dem Tweet weiter. Cantlie ist die letzte britische IS-Geisel, deren Schicksal noch ungeklärt ist.

(an/afp)